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Die Zeit der Merowinger und Karolinger Bearbeiten

Nach dem Tod Chlodwigs wurde das Königreich unter seinen vier Söhnen aufgeteilt (=fränkisches Erbrecht). Im 6. Jahrhundert erfuhr das Reich weitere Teilungen und Wiedervereinigungen. Zunehmend verloren die merowingischen Könige jedoch ihre Macht an die Hausmeier, die als höchste Beamte den Staat im Auftrag der Könige leiteten.

So begann der Aufstieg der Karolinger, die über 100 Jahre lang die Hausmeier stellten und über das Reich herrschten wie Könige. Der berühmteste war Karl Martell, der das Reich nach Osten ausdehnte und 732 in der Schlacht bei Tours und Poitiers die vordringenden Mauren abwehrte. Damit wurde der Vormarsch des Islam nach West- und Mitteleuropa gestoppt. 751 wurde der letzte Merowinger vom Thron vertrieben und in ein Kloster gebracht. Der Karolinger Pippin wurde mit Hilfe des Papstes, der den Schutz der mächtigen Franken gegen die Langobarden brauchte, zum ersten König der Karolinger.

Die Macht der Franken erreichte ihren Höhepunkt unter dem Enkel von Karl Martell, Karl dem Grossen, der zu seiner Zeit der mächtigste Herrscher Europas war. Am 25. Dezember 800 wurde er von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt. Er trat damit im Sinne des Papstes die Nachfolge der Kaiser Roms an.

Nach erneuten Reichsteilungen unter Karls Nachfolgern entwickelte sich der linksrheinische Teil des Karolingerreiches zum Königreich Frankreich, dessen Name auf die Franken zurückgeht; im Ostteil des Reiches überlebte der Name Franken als Bezeichnung für die Rhein-Main-Region.

Als Kaiser sah er seine Aufgabe in der Erneuerung des Römischen Reiches. Er führte viele erfolgreiche Kriege. So kämpfte er 32 Jahre gegen die heidnischen Sachsen, bis diese besiegt und gewaltsam zum Christentum bekehrt wurden. Karl hatte als Herrscher viele Gesichter. Er war Herrscher Europas des „imperium christianum (christliches Kaiserreich). Er lies die alten germanischen Stammesrechte aufschreiben und schuf damit eine neue Rechtsordnung. Er förderte aber auch Kunst und Kultur im Land. In Aachen, seiner Lieblingspfalz, gründete er eine königliche Hofschule und machte diese zu einem Zentrum der damaligen abendländischen Gelehrsamkeit. Hier blühte die Literatur und Wissenschaft und weil man auf antikes Gedankengut zurückgriff, nennt man diese Zeit auch „die karolingische Renaissance“.

  • etwas dringt vor  etwas breitet sich aus
  • etwas beanspruchen etwas (meist in schriftlicher Form) fordern, auf das man ein Recht hat oder zu haben glaubt 
  • verlangen, Anspruch auf etwas erheben (ein) Anspruch auf jemanden / etwas ein Recht auf jemanden / etwas, (rechtlich begründete) Forderungen in Bezug auf jemanden / etwas
  • heidnisch, Heide, der; -n, -n; veraltend; jemand, der keiner der großen Religionen angehört


Fragen:

1. Welche Ergebnisse hatte die Regierungszeit Karl des Großen?

2. Erkläre, warum die Regierungszeit Karls des Großen „die karolingische Renaissance" genannt wird!


Weiter: Franken5

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